Aus gegebenen Anlass möchten wir gleich mit ein paar Gerüchten aufräumen.
Deutsche Doggen Rüden stellen einmal in Ihrem Leben ihren Besitzer.
Mit Fassungslosigkeit nehmen wir dieses Gerücht zur Kenntnis. Unsere Recherchen brachten folgende Ergebnisse:
Im Regelfall sind Rüden - egal welche Rasse - immer dominanter als Hündinnen. Einfach ausgedrückt sind in der Regel Hündinnen leichter zu "führen" als Rüden. Es wird immer sehr dominante Rüden geben die eine "festere" Hand brauchen (das heißt aber nicht den Hund brutal in die Schranken zu weisen). Unterordnung ist das Schlagwort und das ist etwas dass man in der Hundeschule üben und lernen kann. Welpenspielstunden sind überbesetzt, Junghundekurse ebenfalls und was ist dann, vielleicht wird noch die BGH A Ausbildung (erste Unterordnungsausbildung) gemacht und dann ist es aus mit lernen.
Ein Beispiel: 40 Hunde im Welpenkurs, davon gehen 30 in den Junghundekurs weiter und davon machen 10 Besitzer mit Ihren Hunden die BGH A Ausbildung. 3 Besitzer gehen mit Ihren Schützlingen weiter und machen BGH 1, BGH 2 und BGH 3. Am Ende bleibt maximal einer übrig.
Ich denke Sie wissen schon worauf wir hinaus wollen. Wenn Sie ihre Deutsche Dogge sich selbst überlassen, brauchen Sie sich nicht wundern, dass da Probleme aufkommen können - in Abhängigkeit des Charakters Ihres Hundes.
Es ist halt so wie mit Kindern, wenn keine Regeln von den Eltern aufgestellt werden, dann wissen die Kinder nicht wie weit Sie gehen dürfen und können. Das ist auch bei Hunden so.
Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, dass erzogene Doggen niemals den Besitzer stellen und unser Tip ist es auch die Hundeschule ein Hundeleben lang zu besuchen, egal ob Sie Prüfungen ablegen oder nicht, aber die Deutsche Dogge muss "geistig" gefordert werden.
Deutsche Doggen werden nicht sehr alt.
Wir denken, dass dies leider sehr oft auch den Tatsachen entspricht. Nochmals zur Erinnerung eine Deutsche Dogge mit 11 Jahren ist in Menschenjahren 100 Jahre alt. Leider hört man des öfteren von Doggen die nicht einmal 1 Jahr alt geworden sind. Das alles ist aber nicht das was Sie hören oder lesen wollen. Um dieses Risiko nahezu auszuschließen ist es notwendig, vor Kauf eines Welpen folgende Dinge zu beachten.
Bitte kaufen Sie Deutsche Doggen nur bei eingetragenen Züchtern. Es gibt für Züchter strenge Zuchtkriterien und eine Vielzahl an Untersuchungen, die die Zuchttiere bestehen müssen. Eine andere Bezugsquelle als die eines eingetragenen Züchters wäre "grob fahrlässig".
1. Reden Sie mit dem Züchter, sehen Sie sich beide Elterntiere an und überprüfen Sie die Ahnentafel. Rufen Sie bei den Besitzern der Großeltern und Ur-Großeltern an und fragen nach dem Alter der Tiere und ob sie noch leben, bzw. welche Krankheiten die Tiere hatten. Seriöse Züchter geben gerne darüber Auskunft.
2. Wenn Sie die Elterntiere sehen schauen Sie auf das Gangwerk, selbst ein "Laie" sieht ob der Hund laufen kann oder nicht. Sehen Sie sich die Augen an. Die Augenlider müssen geschlossen sein - leider sieht man als Laie nicht ob die Augen operiert wurden. Schauen Sie ob die Elterntiere freundlich zu Ihnen sind.
3. Lassen Sie sich Zeit für den Erwerb Ihres neuen Wegbegleiters. Sehen Sie sich nach Möglichkeit bei mehreren Züchtern um und vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl.
Wenn Sie dies beim Kauf berücksichtigen minimieren Sie das Risiko.