Populationsgenetik

Zucht heißt in Populationen und Generationen denken.

Situation der Hundezucht im Allgemeinen heute:
  • zahlreiche Erbkrankheiten
  • hohe Prävalenz in vielen Rassen
  • meist nicht nur eine Erbkrankheit pro Rasse
  • hohes Inzuchtniveau durch - kleine Populationen - Linienzucht - „popular sires"
  • Überbewertung von Formwertmerkmalen
  • Vernachlässigung von gesundheitlichen Aspekten

„Schönheitsfehler führen eher zum Zuchtausschluss als gesundheitliche Mängel."
A.Univ.Prof.Dr.Irene Sommerfeld-Stur

Laut neuesten Studien der Populations Genetik sollte jeder Züchter folgende wissenschaftliche Methoden nutzen, die zur Gesundung der Deutschen Dogge verhilft.
  • Limitierung der Würfe für Deckrüden und Hündinnen (Champion x Champion = ?)
  • Inzuchtkoeffizient bei 5 Generationen maximal „1"
  • Ahnenverlustkoeffizient bei 5 Generationen mindestens „0,7"
  • obligatorische Gentests für jedes Zuchttier z.B. beim Österreichischen Doggenklub wird bereits jetzt zwingend ein Herzultraschall (alle 2 Jahre), HD (Hüftgelenksdysplasie) und Augenuntersuchung verlangt. ED (Ellbogendysplasie) und OCD (Osteocondrosis Dissecans) empfohlen. Im nahen Ausland wird maximal ein HD verlangt.
  • für eine Übergangszeit: Zuchterlaubnis für Anlageträger in Anpaarungen des Typs Nn x NN ( Gentest für sämtliche Welpen)
  • nach dieser Übergangszeit: Zuchtausschluss für Anlageträger, nur noch Anpaarungen NN x NN

Überdenken der Zuchtziele durch:
  • Verbände
  • Formwertrichter
  • Verantwortung der Züchter
  • freiwillige Selbstkontrolle
  • Verantwortung der Konsumenten, Aufklärung und Information durch Tierärzte